Der neue Metropolplan für Prag wurde genehmigt!

Der neue Metropolplan für Prag wurde genehmigt!

22. Juni 2026
3 Minuten

SCHLÜSSELFAKTEN

Der Prager Metropolplan wurde am 28. Mai 2026 vom Stadtrat der Hauptstadt Prag verabschiedet.

Der Metropolplan ersetzt den bestehenden Flächennutzungsplan von Prag aus dem Jahr 1999.

Dieser neue Flächennutzungsplan soll am 1. September 2026 in Kraft treten.

Bauvorhaben, bei denen das Genehmigungsverfahren gemäß dem Baugesetz zum Zeitpunkt des Inkrafttretens des Metropolplans noch nicht abgeschlossen ist, können nach dem bestehenden Flächennutzungsplan von Prag aus dem Jahr 1999 geprüft werden.

Am 28. Mai 2026 wurde vom Stadtrat der Hauptstadt Prag der sogenannte Metropolplan verabschiedet, der den neuen Flächennutzungsplan für Prag darstellt und den bestehenden Plan aus dem Jahr 1999 ablöst. Was bringt das mit sich?

Prag hat einen neuen Flächennutzungsplan

Nach mehr als 14 Jahren Vorbereitungszeit wurde mit der Verabschiedung des Metropolplans der Prozess zur Erstellung des neuen Flächennutzungsplans für Prag abgeschlossen.

Was ist der Metropolplan?

Der Metropolplan ist als Flächennutzungsplan ein grundlegendes Konzeptdokument für die Stadtentwicklung, das beispielsweise bebaute Gebiete und bebaubare Flächen, die Art der Nutzung, gemeinnützige Bauvorhaben oder das Konzept der öffentlichen Infrastruktur festlegt. Jedes Bauvorhaben, das auf dem Gebiet der Hauptstadt Prag genehmigt und umgesetzt wird, muss mit ihm im Einklang stehen.

Der Metropolplan wird somit auf viele Jahre hinaus Einfluss nehmen auf:

  • den Wert von Grundstücken und Immobilien
  • Bauentwicklungsmöglichkeiten
  • Investitionsstrategien
  • Genehmigungsverfahren
  • die Beziehungen zwischen Bauträgern, Stadtbezirken und der Öffentlichkeit.

Was verspricht der Plan?

  • Beschleunigte Genehmigung von Bauvorhaben und Projekten
  • Verringerung der Unsicherheit für Bauträger
  • Die Entstehung neuer Stadtviertel wird ermöglicht
  • Beitrag zur Stabilisierung der Wohnungspreise
  • Große Verkehrs- und Infrastrukturprojekte

Grundprinzipien:

  • Prag soll vor allem „nach innen“ wachsen, anstatt das Umland zu zersiedeln.
  • Der Plan unterstützt die Neuentwicklung von Brachflächen (Bubny, Güterbahnhof Žižkov, Rohan-Insel usw.).
  • Es werden klarere Höhenbeschränkungen eingeführt. Ziel ist es, das historische Panorama zu schützen.
  • Der Plan definiert sog. stabilisierte Gebiete und Transformationsflächen.
  • Der Charakter der einzelnen Stadtteile und das Panorama von Prag sollen besser geschützt werden.

Inkrafttreten des Metropolplans

Der Metropolplan soll am 1. September 2026 in Kraft treten.

Um die Kontinuität zu wahren, können Bauvorhaben, für die vor Inkrafttreten des Metropolplans ein Genehmigungsverfahren gemäß dem Baugesetz eingeleitet wurde, welches zum Zeitpunkt des Inkrafttretens des Metropolplans noch nicht abgeschlossen ist, gemäß einer Übergangsregelung auch nach dem bisherigen Flächennutzungsplan von Prag aus dem Jahr 1999 geprüft werden.

Autorin: Tereza Chalupová, Senior Associate, Immobilien, LYNX (Tschechische Republik)

Quelle:

https://praha.eu/web/metropolitniplan

https://iprpraha.cz/metropolitniplan

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