{"id":6923,"date":"2014-10-24T00:00:00","date_gmt":"2014-10-24T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/lynx.legal\/news\/allgemeiner-gesetzlicher-mindestlohn-in-deutschland\/"},"modified":"2014-10-24T00:00:00","modified_gmt":"2014-10-24T00:00:00","slug":"allgemeiner-gesetzlicher-mindestlohn-in-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lynx.legal\/de\/allgemeiner-gesetzlicher-mindestlohn-in-deutschland\/","title":{"rendered":"Allgemeiner gesetzlicher Mindestlohn in Deutschland"},"content":{"rendered":"\n<p>Deutschland: Ab 1 Januar 2015 wird im gesamten Bundesgebiet ein gesetzlicher Mindestlohn in H\u00f6he von 8,50 Euro je Stunde gelten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Einen obligatorischen Mindestlohn haben bereits 21 von 28 EU Mitgliedstaaten eingef\u00fchrt. Das monatliche Mindestgehalt in diesen L\u00e4ndern betr\u00e4gt zwischen 174 Euro (Bulgarien) und 1921 Euro (Luxemburg). Zurzeit gilt ein Mindestlohn in Deutschland nur f\u00fcr ausgew\u00e4hlte Branchen, wie beispielsweise Bauindustrie, Friseurhandwerk, Krankenpflege, Personenschutz und Sicherheit, Ausbildung, Gelegenheitsarbeit und Unternehmen, wo ein Tarifvertrag abgeschlossen wurde. Ungef\u00e4hr 50 % aller Arbeitnehmer unterliegen den bisherigen Mindestlohnregelungen. Die Mindeststundenl\u00f6hne in Deutschland schwanken zwischen 7,50 und 13,95 Euro brutto, je nach Branche und Arbeitsort.<\/p>\n<p>Das neue Mindestlohngesetz vom 11. August 2014 f\u00fchrt einen einheitlichen, branchenunabh\u00e4ngigen gesetzlichen Mindestlohn in H\u00f6he von 8,50 Euro brutto je Arbeitsstunde ein. Die Regelung \u00fcber dem Mindestlohn greift bereits ab dem 1. Januar 2015. Ausnahmsweise gelten die L\u00f6hne aus den Tarifvertr\u00e4gen noch bis Ende 2016, jedoch ab Anfang 2017 d\u00fcrfen die in den Tarifvertr\u00e4gen vorgesehenen Mindestl\u00f6hne nicht niedriger der als allgemeine Mindestlohn sein.<\/p>\n<p>Die neue Regelung ist besonders relevant f\u00fcr Arbeitgeber aus dem Ausland. Diese m\u00fcssen bei Entsendung ihrer Arbeitnehmer ebenfalls den Mindestlohn von 8,50 Euro je Stunde bezahlen. Probleme ergeben sich bei der Berechnung des Mindestlohns. Fraglich ist n\u00e4mlich, welche Bestandteile des Lohns in die Berechnung einbezogen werden sollen. Grunds\u00e4tzlich gilt, dass dem Arbeitnehmer ein Bruttoarbeitsentgelt in H\u00f6he von 8,50 Euro je Zeitstunde zu zahlen ist, wobei durch den Arbeitgeber \u00fcbernommene Kosten f\u00fcr \u00dcbernachtung oder Verpflegung von der Berechnung ausgeschlossen sind. Obwohl der Arbeitgeber zus\u00e4tzliche Kosten, die mit der Entsendung eines Arbeitnehmers verbunden sind, tragen wird, muss er ihm dennoch 8,50 Euro je Stunde bezahlen (es sei denn, die Tarifvertr\u00e4ge beinhalten einen h\u00f6heren Mindestlohn). Folge: ausl\u00e4ndische Unternehmen, die in Deutschland t\u00e4tig sind, werden h\u00f6here Arbeitskosten tragen m\u00fcssen als solche, die ihren Sitz in Deutschland haben. Die eingef\u00fchrte Regel ber\u00fchrt besonders die Arbeitgeber aus Ost- und Mitteleuropa, die unterbezahlte Arbeiter nach Deutschland z.B. zur Saisonarbeit entsenden.<\/p>\n<p>Sollten Sie weitere Fragen zu dem Thema haben, stehen wir Ihnen gern zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Quelle: Gesetz zur Regelung eines allgemeinen Mindestlohns (Mindestlohngesetz)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Deutschland: Ab 1 Januar 2015 wird im gesamten Bundesgebiet ein gesetzlicher Mindestlohn in H\u00f6he von 8,50 Euro je Stunde gelten. &nbsp; Einen obligatorischen Mindestlohn haben bereits 21 von 28 EU Mitgliedstaaten eingef\u00fchrt. Das monatliche Mindestgehalt in diesen L\u00e4ndern betr\u00e4gt zwischen 174 Euro (Bulgarien) und 1921 Euro (Luxemburg). 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